Kurzinfo

1971 geboren in Ried i. I., Österreich
1989-1999 Sprach- ,Wirtschafts- und Schauspielstudien in Deutschland, USA & Spanien
1999-2014 freie Moderatorin, Schauspielerin, Sprecherin und Dolmetscherin
seit 2009 frei schaffende Künstlerin in Köln

Gila Abutalebi hat ihre eigene Bildsprache entwickelt, aus Buchstaben, Wörtern und ihren selbst geschriebenen Gedichten und Texten. Schöpfend aus all ihren ausgeübten Berufen rund um das Thema Kommunikation schafft sie handschriftlich geschriebene Werke. Begonnen hat sie als Aktions- und Performance Künstlerin mit Transparenten aus reinen Texten und Gedichten bestehend. Im Laufe der Jahre hat sie sich immer mehr reduziert und zwei langjährige, vielseitige Serien rund um die lateinischen Buchstaben K und M entwickelt („In Love with K – K Visuals“ und „M in Process – M Visuals“). Kennzeichnend für ihre Werke sind leichte Farben wie Pigmenttinten, Acryle und Lackstifte auf ausschließlich transparenten Materialien, vorwiegend Plastik aber auch Glas und Acrylglas. Sie arbeitet stets mehrschichtig, spielt gezielt mit Licht und Schatten. Um die entsprechende Tiefe zu erzielen arbeitet sie mit Objektrahmen bis hin zu speziell angefertigten Kastenrahmen. Abstrakt, narrativ und poetisch transportieren ihre Werke eine Leichtigkeit, auch um der Schwere des Seins mit Leichtigkeit zu begegnen. Ein Muss: Ihre Werke samt der Tiefen und Perspektiven live erleben! Sie selbst nennt ihr Schaffen „Transparente Lyrik“. Die Deutsch-persische Künstlerin lebt und arbeitet in Köln.

 

Pressestimmen

„Gila Abutalebi verbindet mit ihrer Kunst die Idee, wie Sprachwissenschaftler oder Psychoanalytiker die Aufmerksamkeit auf die kleinsten Elemente und feinsten Nuancen unserer Lebenserfahrung zu richten und zugleich die Einsicht in die allen Elementen zugrunde liegenden Strukturen und Zusammenhänge zu gewinnen. Dass es in Gila Abutalebis Kunst gleichermaßen viel zu sehen wie viel zu denken gibt, bestimmt den hohen Anspruch ihrer Kunst.“
Kölner StadtAnzeiger/ Jürgen Kisters/ 2015

„Es ist schwerer zu sagen, was Abutalebis Kunstwerke sind, als festzustellen, was sie nicht sind. Sie sind nicht Text, obwohl sie aus Buchstaben zusammen gesetzt sind. Sie sind nicht völlig abstrakt, obwohl sie abstrakten Strukturen ähneln. Sie sind nicht gemalt und nicht geschrieben, weil beides sich auflöst im Konzept einer grundsätzlichen Fraglichkeit. Sie sind nicht zu dechiffrieren, obwohl sie immer wieder auf bekannte Sprach- und Formelemente verweisen. Und sie erscheinen weder der abendländischen Schriftkultur noch der Kalligraphie der orientalischen Kultur zugehörig zu sein, sondern einer lyrischen Dimension, die alle Sprachen und Sinnsysteme der Welt gleichermaßen unterläuft und doch irgendwie stabilisiert.“
Kölner StadtAnzeiger/ Jürgen Kisters/ 2015

„Abutalebi ist eine Buchstabenmalerin. Ihre Lettern sind Arabesken, die tanzen. Die wie Blütenranken umeinander mäandern, stürmische Linien, mit kraftvollem, fast trotzigem Schwung, und dann wieder ganz filigran und zart, wie ein Leseteppich aus winzig kleinen Worten. Sie formen sich zu Bildern, erzählen Geschichten, zwingen zum Innehalten und zum Nachdenken.“
Kölnische Rundschau/ Susanne Schramm/ 2015

„Oft ist es ratsam, von den großformatigen Werken Abstand zu nehmen, um sie wirken zu lassen. Und die Wirkung der Bilder, die eine Sicht durch Schichten erlauben, ändert sich mit der Perspektive. Gila Abutalebi ist Schrift- und Sprachkünstlerin. Sie erschafft eine Welt aus Buchstaben, die lebendig werden als angedeutete menschliche Figuren, Bäume, Herzen, Kussmünder und geometrische Körper. Alles bewegt sich, Muster sich wiederholender Buchstabenornamente fließen.“
Kölnische Rundschau/ Ulrike Weinert/ 2015